Immobilien und Ferienwohnungen auf den Kanarischen Inseln: Wichtige Trends und rechtliche Änderungen für 2026.

18 März, 2026

Wendepunkt. Die Preise steigen weiterhin stark an, während neue Gesetze den Ferienwohnungssektor umgestalten und sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Investoren, Bauträger und Immobilienbesitzer mit sich bringen. Bei Lajares Law Offices beobachten wir diese Entwicklungen genau, um unseren Mandanten dabei zu helfen, sich in diesem sich wandelnden Umfeld zurechtzufinden.

Preistrends – Außergewöhnliches Wachstum hält an.

Der Markt für Gebrauchtimmobilien hat einen bemerkenswerten Preisanstieg erlebt, mit Durchschnittspreisen von derzeit etwa 3.084 bis 3.325 Euro pro Quadratmeter und jährlichen Steigerungen von 13 bis 19 % gegenüber dem Vorjahr – dem zweithöchsten Wert in den letzten zwei Jahrzehnten.

Zu den wichtigsten Abweichungen nach Standort gehören:

  • Puerto del Rosario: +6,5 %
  • La Oliva: +31,1 %
  • Arrecife: +24 %
  • Las Palmas: +14,4 %

Touristische Küstengebiete wie Costa Adeje und Maspalomas erzielen weiterhin die höchsten Preise, während Gemeinden im Landesinneren günstigere Einstiegsmöglichkeiten für Investoren und Hausbesitzer bieten.

Neues Gesetz zu Ferienwohnungen – eine bedeutende regulatorische Veränderung.

Das Gesetz 6/2025, das am 13. Dezember 2025 in Kraft getreten ist, führt eine grundlegende Umstrukturierung des Marktes für Ferienwohnungen ein. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

Kernbeschränkungen:

  • Maximal 10 % der Wohnimmobilien pro Gemeinde dürfen für touristische Vermietungen genutzt werden (20 % auf La Palma, La Gomera und El Hierro).
  • Ein fünfjähriges Moratorium für neue Genehmigungen für Ferienvermietungen, während die Gemeinden Stadtentwicklungspläne ausarbeiten.
  • Neu gebaute Wohnungen dürfen erst 10 Jahre nach ihrer Fertigstellung für touristische Vermietungen genutzt werden.
  • Ferienvermietungen gelten nun als wirtschaftliche Aktivitäten, die städtebaulichen und behördlichen Kontrollen unterliegen.

Durchsetzung:

  • Verstöße können zu Geldstrafen zwischen 15.000 € und 150.000 € führen, darunter auch für Werbung ohne ordnungsgemäße Registrierung.
  • Alle Vermietungen müssen bis Mitte 2026 registriert sein.
  • Die kommunalen Planungsbehörden müssen die touristische Nutzung ausdrücklich genehmigen, und bestehende Lizenzen garantieren keine Fortsetzung.

Dieser neue Rahmen spiegelt den wachsenden politischen und sozialen Druck wider, die Zugänglichkeit von Wohnraum zu schützen und gleichzeitig Tourismus und städtisches Zusammenleben in Einklang zu bringen.

Marktstruktur – Angebotsbeschränkungen.

Der Markt ist mit einem strukturellen Ungleichgewicht konfrontiert:

  • Die Nachfrage bleibt auf einem Höchststand, angeheizt durch lokale und internationale Käufer.
  • Begrenzte Neubautätigkeit und knappes Grundstücksangebot verhindern eine natürliche Marktregulierung.
  • Im Jahr 2022 wurden nur 2.782 Wohnungen gebaut, wobei in den Jahren 2020–2021 praktisch kein sozialer Wohnungsbau hinzukam.

Dieses begrenzte Angebot in Verbindung mit einem starken Tourismus treibt die Preise weiter in die Höhe und verschärft den Wettbewerb um Wohnimmobilien.

Auswirkungen auf Investitionen für 2026.

Investoren in Ferienwohnungen:

  • Immobilien mit bestehenden Lizenzen haben einen erheblichen Wert, aber ihre Fortführung ist nicht garantiert, da sie von der Stadtplanung und der rechtlichen Konsolidierung der Tourismusrechte abhängt.
  • Neuerwerbungen unterliegen während des Moratoriums strenge Beschränkungen.
  • Eigentümergemeinschaften können ein Veto gegen die Vermietung an Touristen in ihren Gebäuden einlegen.

Investoren in Wohnimmobilien und Langzeitmieten:

  • Aufgrund der Wohnungsknappheit hält die starke Nachfrage an.
  • Die Leerstandsquote bei Langzeitmieten bleibt in Gebieten mit hoher Nachfrage mit 2–4 % weiterhin niedrig.
  • Einige Immobilien, die ihre Tourismuslizenzen verlieren, könnten auf eine langfristige Wohnnutzung umgestellt werden, was dieses Segment stärken würde.

Bauträger:

  • Neubauten dürfen 10 Jahre lang nicht für touristische Zwecke genutzt werden, wodurch sich der Fokus auf Wohn- und Langzeitmietprodukte verlagert.
  • Entwicklungsstrategien müssen mit der Stadtplanung und den Zielen für nachhaltiges Wohnen in Einklang stehen.

Wirtschaftlicher Kontext.

Der Tourismus bleibt robust: Zwischen Januar und August 2025 kamen über 10,3 Millionen internationale Besucher, die rund 15 Milliarden Euro zur Wirtschaft der Kanarischen Inseln beitrugen.

Der Zugang zu Wohnraum für Einwohner – insbesondere für junge Menschen – bleibt jedoch eine Herausforderung, was zu den derzeit laufenden Regulierungsreformen und kommunalen Planungsbemühungen führt.

Zusammenfassung:

2026 wird ein Übergangsjahr für den Immobilienmarkt auf den Kanarischen Inseln:

  • Regulatorische Unsicherheit aufgrund der Umsetzung des neuen Gesetzes über Ferienvermietungen durch die Kommunen.
  • Anhaltender Preisdruck aufgrund des begrenzten Wohnungsangebots.
  • Eine Verlagerung der Anlagestrategien weg von kurzfristigen Touristenvermietungen hin zu Wohn- und Langzeitmietobjekten.

Bei Lajares Law Offices bieten wir Immobilienbesitzern, Investoren und Bauträgern maßgeschneiderte Beratung, um diese rechtlichen und marktbezogenen Veränderungen zu bewältigen, die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen und gleichzeitig Chancen in diesem sich wandelnden Umfeld zu identifizieren.

Quellen: Green-acres, La Voz de LanzaroteLa Voz de LanzaroteGreen-acresCanarias-Travel24GarriguesNieuwbouwtenerifeCanarian WeeklySimon SananesInvestropaTourism Review

 

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